Seit dem 01.08.2016 gilt das „Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung" (Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetz AWStG). Hieraus ergeben sich u.a. Änderungen für die Zulassung von Maßnahmen nach AZAV.
 
Mit der Veröffentlichung des AWStG ergeben sich diverse Änderungen bei Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie bei Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung.
 
Nach § 45 Abs. 8 SGB III können Maßnahmen bzw. Teile von Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Arbeitgeber für die Dauer von bis zu 12 Wochen durchgeführt werden. Diese Änderung gilt für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose, deren berufliche Eingliederung auf Grund von schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen besonders erschwert ist.
 
Insbesondere für gering qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird der Zugang zur beruflichen Weiterbildung verbessert. So können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die noch nicht über einen Berufsabschluss verfügen, zur Vorbereitung auf eine Umschulung Förderleistungen erhalten. Dies betrifft den Erwerb notwendiger Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben, Mathematik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien, wenn dies für einen erfolgreichen Abschluss der Umschulung erforderlich ist. Die Förderung dieser Grundkompetenzen ist im Rahmen einer Maßnahmenzulassung nach AZAV möglich.
 
Umschulungsbegleitende Hilfen bei betrieblichen Einzelumschulungen wurden mit § 131a SGB III gesetzlich verankert.
 
 
 
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