Am 1. August ist die novellierte Gewerbeabfallverordnung in Kraft getreten, welche die inzwischen 15 Jahre alte GewAbfV ersetzt. Die aktuelle Verordnung sieht eine deutliche Steigerung der Abfalltrennung und damit des Recyclings von Wertstoffen aus Industrie und Gewerbe vor. Abfälle, die nicht recycelt werden können, müssen hochwertig energetisch verwertet werden, wobei künftig vorrangig die stoffliche Verwertung gefordert wird.

 
Von Bedeutung für Unternehmen/Abfallerzeuger sind v. a. die Getrennthaltung und das Recycling der gewerblichen Siedlungsabfälle (hausmüllähnliche Gewerbeabfälle). Ausnahmeregelungen der Getrenntsammlung, wie räumliche Enge in Innenstädten oder wirtschaftliche bzw. technische Unzumutbarkeit, sind möglich und müssen individuell geprüft werden.
 
Neu ist auch die Dokumentationspflicht, die in jedem Fall erforderlich ist und auf Nachfrage der zuständigen Behörde vorgelegt werden muss.