Bereits 2016 startete das Verfahren zur Prüfung und Überarbeitung der internationalen Norm für Energiemanagementsysteme ISO 50001 im Rahmen des regelmäßigen 5-Jahres-Zyklus zur Aktualisierung von ISO-Normen. Dabei werden bestehende Regelwerke hinsichtlich Aktualität bezogen auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen und bestehende Anforderungen geprüft und aktualisiert. Für die noch junge ISO 50001 bedeutet dies die erste Überarbeitung.
 
Für das 3. Quartal dieses Jahres wird die Veröffentlichung des Schlussentwurfs (Final Draft International Standard FDIS) der überarbeiteten ISO-Norm erwartet. Anfang 2019 wird dann voraussichtlich die neue Ausgabe ISO 50001:2019 erscheinen.
 
Durch ein Energiemanagementsystem (EnM-System) nach ISO 50001 soll eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung, einschließlich der Energieeffizienz, des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs erreicht werden. Durch die aktuelle Überarbeitung auf Grundlage der für alle Managementsystem-Normen geltenden „High-Level-Structure“ wird die Integration des Themas Energiemanagement in ein bereits bestehendes Managementsystem nach z.B. ISO 9001 und/oder ISO 14001 weiter vereinfacht.
 

Daneben werden voraussichtlich die Themen betrachtet und ausgebaut werden, die auch bei der Überarbeitung von ISO 9001 und ISO 14001 eine besondere Beachtung fanden. Dies betrifft. u.a. die Ermittlung und Bewertung von relevanten internen und externen Themen sowie die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen – in diesem Fall bezogen auf das EnM-System und in Zusammenhang mit der energiebezogenen Leistung. Dabei sind erkannte Risiken zu reduzieren und bestehende Chancen zur Effizienzverbesserung zu nutzen. Auch soll die oberste Leitung einer Organisation im Rahmen des EnM-Systems noch stärker in die Verantwortung genommen werden. Weitere Schwerpunkte der Überarbeitung bilden die Analyse der energetischen Aspekte sowie die kontinuierliche Verbesserung und deren Nachvollziehbarkeit.

 
Die Bedeutung einer ISO 50001-Zertifizierung ist speziell in Deutschland stark gestiegen, da diese nicht nur steuerliche Vergünstigungen ermöglicht, sondern auch die Einhaltung gesetzlicher Forderungen sichert. Dies betrifft speziell größere Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. EUR bzw. einer Jahresbilanzsumme größer als 43 Mio. EUR.
 
 
 
 
 
 
Foto: ©iStockphoto.com/South_agency
 
 
   

 

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