Unter dem Titel „Risikomanagement – Leitlinien“ wurde im Oktober 2018 die neue ISO 31000:2018 veröffentlicht. Sie löst damit die Vorgängerversion aus dem Jahr 2009 ab.
 
Gemäß ISO 31000 sollte der Risikomanagementprozess integraler Bestandteil des Managements und der Entscheidungsfindung sein, wobei das Risikomanagement durch Lernen und Erfahrung fortlaufend verbessert wird. Die Norm enthält keine verbindlichen Anforderungen, sondern Empfehlungen, wie mit Risiken umgegangen werden sollte bzw. könnte. Im Gegensatz zu anderen Managementnormen dient ISO 31000 somit nicht als Grundlage für eine Zertifizierung – sie enthält lediglich Leitlinien für die Gestaltung eines individuellen Risikomanagements.
 
Der Anwendungsbereich der ISO 31000 umfasst Folgendes:
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Die Norm beschreibt Leitlinien für das Umgehen mit Risiken, denen eine Organisation ausgesetzt ist, wobei die Anwendung dieser Leitlinien an jede Organisation und deren Kontext angepasst werden kann.
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ISO 31000 ist nicht industrie- oder sektorspezifisch ausgelegt. Sie enthält vielmehr einen allgemeinen Ansatz, wie mit jeglicher Art von Risiko umgegangen werden kann.
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Die in dieser Norm beschriebenen Leitlinien können während der gesamten Lebensdauer der Organisation genutzt werden und sind auf alle Aktivitäten, einschließlich der Entscheidungsfindung, auf allen Ebenen anwendbar.
 
 
Die wesentlichen Änderungen gegenüber der Vorgängerversion aus dem Jahr 2009:
- Überprüfung und Aktualisierung der Grundsätze des Risikomanagements
- Hervorhebung der Führung durch die oberste Leitung und der Integration des Risikomanagements
- Stärkere Betonung des iterativen Charakters des Risikomanagements
- Straffung der Inhalte mit dem Fokus auf ein offenes Systemmodell, das individuell an die Bedürfnisse und den Kontext einer Organisation angepasst werden kann
 
 
 
Foto: iStockphoto.com/psphotograph
 
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